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Chrom – Spurenelement des Lebens

10 Apr, 2014 Gesundheitstipps
Chrom – Spurenelement des Lebens

Chrom stabilisiert den Blutzuckerspiegel.

Chrom kommt als Spurenelement in nur sehr geringen Mengen in unserem Körper vor. Der tägliche Bedarf wird deshalb in Mikrogramm gemessen – und mit dem Mengenzeichen µg gemessen. Mit dem µg wird ein Millionstel Gramm bezeichnet, eine Menge, die mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen ist.

Die Rolle des Chroms für Blutzucker und Stoffwechsel

Lange Zeit war die Bedeutung des Chroms für unseren Körperkreislauf rätselhaft. Man verstand erst mehr darüber, als ein sogenannter Glucosetoleranztest eingeführt wurde, den der Arzt heute zur Früherkennung gegen Diabetes einsetzt: Sinkt der Blutzuckerspiegel bei einem Glukosetoleranztest zu langsam ab, ist das ein Zeichen für eine verminderte Fähigkeit des Körpers, den Zucker frühzeitig aus dem Blut in die Zellen zu schleusen und zu verarbeiten. Chrom scheint da eine wichtige Aufgabe zu übernehmen, um Zucker (in Form von Glucose) zu verarbeiten und in die Zellen zu schleusen.

Zuwenig Chrom und die Folgen

In unserer Kultur ist ein echter Chrommangel nur selten zu beobachten. Lediglich bei künstlicher Ernährung kommt er vor. Und doch scheint ein latenter Chrommangel vorzuliegen, der mit der modernen Ernährung deutlich zugenommen hat. Die Ursache dafür wird heute auf die klassischen „Chrom- und Spurenelemente-Killer“  zurückgeführt: Dazu gehören Zucker, Weißmehl und mangelnde Zufuhr von Vollkornprodukten.

Außerdem wird heute häufig außer Acht gelassen, dass viele Spurenelemente, darunter Chrom bei vermehrter sportlicher Aktivität, körperlichem und psychischem Stress, Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und im Alter verbraucht wird. Als Faustregel kann gelten, dass bei jeder Aktion, bei der mehr Blutzucker verbraucht wird, auch mehr Chrom benötigt wird.

Wieviel Chrom brauchen wir?

Der Tagesbedarf an Chrom liegt zwischen 50 und 200 µg (Mikrogramm). Der Durchschnittswert der Chromaufnahme liegt in Deutschland bei 60 Mikrogramm. Ein Zuviel an Chrom ist bei normaler Ernährung in unseren Breitengraden eher unwahrscheinlich.

Wie ernähre ich mich, damit ich ausreichend mit Chrom versorgt bin?

Der Chromgehalt in unseren Lebensmitteln schwankt aufgrund der unterschiedlichen Bodenverhältnisse erheblich. Daher ist eine genaue Auflistung des Chrom in unseren Lebensmitteln fast unmöglich. Zusätzlich macht es unser Verdauungssystem nicht eben gerade einfach, dass Chrom auch tatsächlich in unseren Stoffwechsel gelangt und dort seine Aufgaben übernehmen kann. Nur ein geringer Teil des aus den Nahrungsmitteln aufgenommenen Chroms gelangt schlussendlich auch in unseren Stoffwechsel.

Sehr chromreich sind Meersfrüchte, aber auch Fleisch und Vollkornprodukte. Als Getränk empfiehlt sich schwarzer Tee, weil er reich an Chrom ist. Mit einer täglichen Tasse schwarzen Tee können Sie schon viel für ihren Chromhaushalt tun. Zucker ist der Chromkiller Nr. 1! Daher sollten Sie weißen Zucker meiden. Stattdessen können Sie für eine höhere Chromaufnahme braunen Zucker sowie Zuckerrübensirup verzehren: Dies liegt daran, dass die schwarze Melasse, die man zuerst aus den Zuckerrüben gewinnt, sehr reich an Chrom ist, im Zucker selbst, der in anschließenden Prozessen gewonnen wird, bleibt leider nur wenig davon übrig.

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