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Das Kreuz mit dem Kreuz: So lassen sich am effektivsten Rückenschmerzen lindern und vorbeugen

14 Mrz, 2013 Gesundheitstipps
Das Kreuz mit dem Kreuz: So lassen sich am effektivsten Rückenschmerzen lindern und vorbeugen

Schmerzhafte Verspannungen, Hexenschuss und Bandscheibenvorfall. Rund drei Viertel der Deutschen klagen über gelegentlich auftretende Rückenschmerzen, wovon zirka acht Millionen Menschen in Deutschland bereits unter chronischen Rückenproblemen leiden. Zu langes Sitzen, ein schlechte Körperhaltung und Bewegungsmangel zählen zu den Hauptgründen für das „Volksleiden“ Rückschmerzen. Anhand der folgenden Tipps erfahren Sie, wie Sie Rückenschmerzen gezielt lindern und effektiv vorbeugen können.

Die besten Tipps gegen Rückenschmerzen:

Trotz Schmerzen in Bewegung bleiben

Selbst im Falle akuter Rückenschmerzen sollte auf längeres Liegen verzichtet werden. Stattdessen ist es ratsam, dass Körperbereiche, die nicht unmittelbar vom Schmerz betroffen sind, regelmäßig bewegt werden. Durch die Bewegung wird die Durchblutung des Körpers verbessert, wodurch schädliche Substanzen aus dem Gewebe besser abtransportiert werden können und zusätzlich die körpereigene Produktion schmerzhemmender Stoffe angekurbelt wird. Wer längere Zeit nicht sportlich aktiv war, sollte zunächst mit seinem Arzt oder Physiotherapeuten abstimmen, welche Übungsformen für ihn am sinnvollsten erscheinen.

Wirbelsäule gezielt entlasten

Neben regelmäßiger Bewegung verspricht eine gezielte Entlastung der Wirbelsäulenmuskultur und des Ischiasnerves eine Linderung der Rückenschmerzen. Legen Sie sich dazu am besten flach auf den Rücken und lagern Sie Ihre Unterschenkel hoch, so dass dabei ein rechter Winkel entsteht. Auf diese Weise können die Bandscheiben mehr Flüssigkeit aufnehmen und so ihre natürliche Pufferfunktion besser aufrechterhalten.

Schonhaltung bei Rückenschmerzen vermeiden

Gerne wird von Betroffenen bei Rückenproblemen eine regelrechte Schonhaltung eingenommen, um die mit natürlichen Bewegungsablauf einhergehenden Schmerzen zu vermeiden. Doch die Einnahme einer solchen Schonhaltung verschlimmert die Rückenschmerzen auf Dauer eher, da durch sie bestimmte Muskelgruppen übermäßig beansprucht werden, was wiederum weitere unangenehme Verspannungen zur Folge hat.

An der richtigen Haltung arbeiten

Die Gründe für eine schlechte Haltung liegen bei vielen Menschen nicht in ihrem eigentlichen Bewegungsablauf, sondern vielmehr darin begründet, welche Körperhaltung sie während Ruhephasen, also während des Sitzens und Liegens einnehmen. Besonders ständiges, ergonomisch falsches Sitzen und die dabei eingenommene Zwangshaltung schaden der Wirbelsäule und können Rückenschmerzen, aber auch chronische Wirbelsäulenerkrankungen hervorrufen. Um dies zu vermeiden, ist es besonders wichtig an seiner Körperhaltung zu arbeiten. Wertvolle Tipps dafür erhalten Sie in der Rückenschule: Hier zeigen Ihnen Physiotherapeuten die richtigen Körperhaltungen und Bewegungsabläufe für den Alltag, etwa was Sie insbesondere bei längerem Sitzen am Arbeitsplatz beachten sollten.

Wärme und Massagen lösen Verspannungen

Bei Rückenschmerzen und verspannten Muskeln kann Wärme eine wahre Wohltat sein. Legen Sie dazu einfach auf die schmerzende Rückenpartie zuerst ein feuchtes Tuch und darüber eine Wärmflasche. Auf diese Weise kann die Wärme tief ins Gewebe eindringen, die Durchblutung anregen und so die verspannte Muskulatur lockern. Einen ähnlich positiven Effekt versprechen Massagen: Sie beruhigen das gereizte Nervensystem, verbessern ebenfalls die Durchblutung und können auf diese Weise effektiv Verspannungen lösen.

Regelmäßiges Rückentraining verspricht Hilfe auf lange Sicht

Regelmäßige Bewegung und eine Kräftigung der Rückenmuskulatur sind auf Dauer wohl die beste Therapie für die Vorbeugung von Rückenbeschwerden. Hierzu bieten sich vor allem spezielle Trainingskurse für die Rückenmuskulatur an, die von vielen physiotherapeutischen Praxen angeboten werden. Unter der Anleitung eines Physiotherapeuten wird beim Rückentraining besonders darauf geachtet, dass die betroffenen Wirbelsäulengelenke vorsichtig mobilisiert und verkürzte Muskeln gedehnt werden. Durch den gezielten Aufbau der Rückenmuskulatur, legt sich diese wie ein schützendes Korsett um die Wirbelsäule und verleiht dieser deutlich mehr Stabilität.

Stress abbauen und Übergewicht reduzieren

Rückenschmerzen gelten als wichtiges Warnsignal für übermäßigen Stress: Dauerhafte psychische Belastungen führen bei vielen Menschen zu Verspannungen der Rückenmuskulatur, welche sich wiederum negativ auf die Wirbelsäule und die Bandscheiben auswirken können. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, regelmäßig zu entspannen und Ruhe zu finden. Viele wertvolle Tipps zum Thema Stressabbau finden Sie hier.

Mindestens genauso wichtig ist es, überflüssige Pfunde abzutrainieren: Jedes überschüssige Kilo am Bauch führt dazu, dass eine ungesunde Hohlkreuz-Haltung eingenommen wird, welche wiederum mit einer zusätzlichen Belastung der Wirbelsäule zur Folge hat.

1 Kommentar

  1. Ja! Das leidliche Thema „Rückenschmerzen“! Die Wartezimmer sind voll, viele leiden seit Jahren.
    Ich auch.Klar, Bewegung hilft auf jeden Fall. Daran geht kein Weg vorbei. Übergewicht zu reduzieren, bleibt oft ein frommer Wunsch. Man scheitert an der langfristigen Umsetzung. Leider.
    Um so glücklicher bin ich, das ich durch Recherche zum Thema Rückenleiden auf das fast schon moderne Thema der „Faszien“gestoßen bin.
    Fasciale Fitness löst verklebte Faszien. Diese werden heute als Hauptverursacher vieler Rückenleiden angesehen.
    Weniger muskuläre Übungen, dafür z.B. Blackroll-Übungen und Faszien-Yoga. Mir hat´s geholfen! Ich wünsche Euch alles Gute! Simone

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