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Fit in den Frühling durch entschlacken und entsäuern

21 Feb, 2012 Gesundheitstipps
Fit in den Frühling durch entschlacken und entsäuern

Rezepte für Ihre Frühlingsentschlackung, die Körper und Geist wohltun

Die Frühlingszeit ist eine Zeit für Entgiftungs- und Entschlackungskuren. Während der Körper im Winter auf Speichern der Nährstoffe programmiert ist und Fettreserven aufbaut, lässt er im Frühjahr seine Reserven leichter los. Jetzt können Sie den Trott der Wintermonate von sich abschütteln.

Doch der Übergang zum Frühling ist für den Körper immer auch mit einer großen Stoffwechselumstellung verbunden. Die Umstellung auf die Zeit des neuen Erblühens der Natur fordert den Körper mehr als sonst und kann zu Gefühlen der Überlastung, Mattigkeit und Müdigkeit führen – eben der sprichwörtlichen Frühjahrsmüdigkeit.

Dennoch ist der Frühling für uns Menschen eine außerordentlich positive Zeit. Die Sonne scheint wieder länger und das Licht wirkt sich aktivierend auf Körper und Geist aus. Die  Vitamin D-Produktion wird wieder angeregt und auch der Hormonhaushalt bekommt neue Impulse. Daher können wir das Frühjahr auch sehr gut dafür nutzen, unseren Körper wieder von den winterlichen Speicherdepots zu befreien und ihm durch eine bewusste Umstellung neue Vitalität zu verleihen.

Vom Sinn der Entschlackung

Eigentlich ist der Stoffwechsel so beschaffen, dass bei der Verwertung von Nahrung gar keine Schlacken bzw. Abfallstoffe entstehen. Dafür stellt der Körper viele sogenannte Entgiftungswege zur Verfügung:

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind, Leber und Nieren, aber auch die Lungen, die Haut und der Darm tragen zur Entschlackung bei.

Wenn aber die Flut der Abfallstoffe, die im Körper anfallen zu groß ist, sucht sich der Körper kleine körpereigene Depots für eine Zwischenlagerung. Der Körper deponiert die Schlacken zuerst an Stellen, wo keine lebenswichtigen Funktionen gestört werden, vor allem im Bindegewebe und in den Fettdepots. Zum Bindegewebe gehören u.a. Bänder, Sehnen, Gelenkknorpel und Kapseln, Bandscheiben, Darm- und Magenwände, Haut, Haare, Finger- und Zehennägel sowie das Gewebe, das die Organe und Blutgefäße umhüllt und verbindet. Wenn aber diese Depots immer weiter angefüllt werden, kommt es zu den typischen Beschwerden, die die moderne Medizin als Zivilisationserkrankungen bezeichnet.

Auch das deponieren von Schlacken und Giftstoffen im Körper ist zunächst ein natürlicher und sehr sinnvoller Vorgang. So stellt sich der Körper auf die natürlichen Rhythmen der Natur ein. Wenn die Natur im Frühjahr wieder mehr Licht erhält, wird auch unser Körper dazu angeregt, seine eingelagerten Schlacken auszuscheiden, zu entsäuern und zu entschlacken. Wenn wir diesen natürlichen Impuls nicht umsetzen, sondern weiterhin den Körper mit starken Säuren und Giftstoffen überfordern,  kommt es zur krankmachenden Übersäuerung und zur Überlastung des Körpers mit Schlacken.

Daher ist das Frühjahr genau die richtige Zeit, für eine bewusste Frühjahrskur, für das bewusste Loslassen von Verbrauchtem, Altem und Nutzlosem. Planen Sie eine sinnvolle Frühjahrskur mit kleinen Maßnahmen aus allen wichtigen Entgiftungsbereichen in Ihren Tagesablauf ein. (Im Fettdruck sehen Sie, welche Maßnahmen möglichst immer in einer Entschlackungs-kur mit eingebaut werden sollten.)

 

1. Die Leber: Nährstoffe umwandeln und Giftstoffe zur Ausscheidung aufbereiten

Das wichtigste Entgiftungsorgan, das zudem am meisten unter der Last von Giftstoffen, Medikamenten und übermäßigem Alkohol, Fleisch- und Fettkonsum zu leiden hat, ist die Leber. Die Leber nimmt Nährstoffe aus dem Blut auf, wandelt sie um, um die wichtigen Bausteine daraus dem Körper zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig sortiert sie alles Unbrauchbare, Giftige und Schädliche aus, um es zur Ausscheidung zu bringen. Alles was nicht sofort ausgeschieden werden kann, wird in körpereigenen Depots eingelagert. Eine sinnvolle Entgiftungsernährung ist eine gemüsereiche, ballaststoffreiche Ernährung auf Basis von biologisch angebautem Gemüse. Sie hat den Vorteil, dass dadurch wesentlich weniger Giftstoffe aufgenommen werden und gleichzeitig die Darmtätigkeit angeregt wird. Die Speise verweilt also kürzere Zeit im Darm und wird schneller ausgeschieden. So werden Gifte nicht so leicht aufgenommen.

Neben einer gesunden Lebensführung, die die Leber so wenig wie möglich belastet, empfiehlt sich eine regelmäßige Entschlackung durch eine bewusste Leberunterstützung auch mit Nahrungsergänzungen.

Übrigens: Ihre Leber liegt rechts unter den freienRippen. Sie ist dort gut geschützt und in der Regel kaum spürbar. Ein Arzt kann aber den Zustand der Leber mit seinen Fingerspitzen ertasten, wenn er sich tief unter die Rippen vorarbeitet.

 

Gut für die Leber

  • Schlafen sie ausreichend.
  • Reduzieren Sie Stress durch Entspannungstechniken, Yoga oder Meditation
  • Halten Sie einen regelmäßigen rhythmischen Tagesablauf ein.
  • Bittere Nahrungsmittel oder Tees unterstützen die Leber. Typische Nahrungsmittel für die Leber sind Chicorée, Cicorino, Endivien, Ingwer, manche Freiland-Gurken-Sorten, Schafgarbe, Artischocken, Eisbergsalat, Schwarzwurzel und Löwenzahn.  Sie fördern den Gallenfluss, die Fettverdauung und regen die Basenbildung im Organismus an.
  • Hochwertige Vitalstoffe fördern die Arbeit der Leber. Eine besonders gute Leberunterstützung erreichen Sie mit der gelben Curcuma-Wurzel, die Sie als Gewürz zu sich nehmen können, besser aber zur täglichen Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Zusätzlich förderlich sind B-Vitamine, Antioxidantien, Coenzym Q10, und Vitamin E…
  • Heißer Leberwickel. Nehmen Sie sich täglich 20 Minuten Zeit für eine kurze Mittagsruhe im Liegen. Damit erleichtern Sie Ihrer Leber die Entgiftungsarbeit. Wringen Sie ein Tuch nach Eintauchen in heißes Wasser aus und legen Sie es möglichst heiß auf Ihre Leberregion. Wärmeflasche drauf und dann 20 Minuten ruhen. Erholung pur!

 

2.    Die Niere – Säure-Basen-Haushalt regulieren

Die Nieren haben die wichtige Aufgabe, das Blut zu filtern, den richtigen Säure-Basen-Haushalt im Blut zu überwachen und die entsprechende Ausscheidung von Mineralstoffen zu regulieren. Sie scheiden Harnsäure  und Harnstoff aus, die beim vermehrt beim Abbau von Fleisch und Wurst, Weißmehl und säurehaltiger Kost entstehen. Für diese Ausscheidungsfunktion benötigt die Niere sehr viel Flüssigkeit und Energie. Je weniger Flüssigkeit im Blut zirkuliert, desto höher ist die Belastung der Niere und desto mehr Energie benötigt sie, um die anfallenden Säuren auszuscheiden.

Bei einer basenreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper automatisch eine sehr mineralstoffreiche Nahrung zu, die weniger Harnsäure und Harnstoff produziert. Der Körper wird entlastet und nutzt das zusätzliche Angebot an Mineralstoffen, um die Niere in ihrer Arbeit zu unterstützen. Das zusätzliche Trinken von stillem Wasser oder leichten Tees hilft der Niere bei der Arbeit. Übrigens, auch bei einer Frühjahrskur fallen vermehrt Säuren an, die mit zusätzlicher Flüssigkeit verdünnt werden und dadurch leichter ausgeschieden werden können.

Gut für die Niere

  • Kurmäßig mehr trinken als sonst (3 – 6 Wochen lang 3 Liter Wasser trinken, und dann wieder auf ca. 2 Liter pro Tag reduzieren)
  • stilles Wasser (da schließlich auch die Kohlensäure eine Säure ist).
  • leichte basische Kräutertees
  • Nahrung, die täglich 70 % basische und max. 30 % säuernde Lebensmittel liefert, schont die Niere.
  • Cranberries unterstützen das Immunsystem und sorgen für ein sicheres Miieu in Blase und Niere.
  • Auch die Niere reagiert ganz besonders positiv auf Wärme aus den Füßen. Warme Füße im Bett lassen Sie besser entspannen und im Winter die Füße warm zu halten, kann Erkältungen fern halten.
  • Über die Fußsohlen können Giftstoffe besonders intensiv ausgeschieden werden. So kommen u.a.  Schweißfüße zustande, die ein Zeichen für eine starke Ausscheidung sein können. Daher werden die Füße auch als Hilfsnieren des Körpers bezeichnet.  Ein „ansteigendes Fußbad“  ist die beste Unterstüzung für die Niere. Es hilft dem Körper Säuren auszuscheiden. Kurzer Tipp für ein basisches "ansteigendes Fußbad". Nehmen Sie basisches Badesalz als Badezusatz und erhöhen Sie die Temperatur Ihres Fußbades langsam von 30°C bis zu einer Wärme, die Sie gerade noch aushalten können. Danach Füße eincremen und leicht massieren. 20 Minuten ruhen ist vorteilhaft.

 

3.    Der Darm: Ausscheidung durch Ballaststoffe und Entsäuerung durch basische Kost

Was nicht wasserlöslich gemacht werden kann und über die Nieren ausgeschieden wird, übernimmt zu großen Teilen der Darm. Ist die Nahrung arm an Ballaststoffen, verweilt die Nahrung zu lange im Darm und bildet giftige Gase, die ins Blut gelangen können. Auch kann der Darm die Abfallstoffe nicht schnell genug entsorgen. So gelangen viele Gift- und Abfallstoffe wieder zurück ins Blut. Ist zudem die Säurekonzentration im Körper erhöht, werden sämtliche biochemischen Vorgänge in unserem Körper instabil und arbeiten langsamer. Für einen gesunden Darm wird eine überwiegend pflanzliche Ernährung empfohlen, die reich an Ballaststoffen und Vitalstoffen ist.  Was sich kompliziert anhört ist aber ganz einfach:

Gut für den Darm

  • Erhöhen Sie für Ihre Frühjahrskur den Anteil an Obst und Gemüse
  • „würzen“ Sie nur mit hochwertigen Ölen und frischen Kräutern.
  • Nehmen Sie für eine Woche nur Obst, Gemüse, leichten Gemüsesuppen und –säften zu sich  oder
  • Bauen Sie regelmäßig einen Fastentag ein, bei dem Sie nur Tee oder leichte Gemüsesuppen trinken.
  • Lassen Sie vor allem Weißmehlprodukte, Fertigprodukte, Wurstwaren und Süßigkeiten vollständig weg. Auch Fleisch kann zur Säurebildung beitragen und wird daher möglichst gemieden oder nur 1-2-mal in der Woche auf den Speiseplan gesetzt.
  • Nehmen Sie kurmäßig eine Darmkur zu sich. Die beste Darmkur besteht aus einer Kombination aus entgiftenden Mineralstoffe und Enzymen, die das Darmmilieu fördern.

 

4.    Die Lungen – Abatmen von Säuren

Auch die Lunge wird zur Entsäuerung und Entgiftung gebraucht. Eine tiefe Atmung (z.B. bei gemäßigtem Sport) führt zu verstärkter Abatmung von Kohlendioxid und gleichzeitig zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung des Blutes. Gut mit Sauerstoff gesättigtes Blut hat eine größere Kapazität Sauerstoff ins Gewebe abzugeben und Säuren aufzunehmen.

Gut für die Lungen Alle Organe und besonders alle Entgiftungsorgane benötigen in erster Linie Sauerstoff für Ihre Arbeit. Sie bekommen den Sauerstoff aus dem Blut geliefert.

  • Sport und moderate Bewegung, Wandern, Walken, sanftes Joggen
  • häufiger Aufenthalt an frischer Luft und in der Natur
  • Kneippen, Wasser treten führt zu vertiefter Atmung und besserer Sauerstoffsättigung
  • Wechselduschen mit kaltem und warmen Wasser
  • Vitamin E, Coenzym Q10 und energiereiche Antioxidantien aus OPC unterstützten die Lunge und geben ihr Kraft.

 

5.    Die Haut

Beim richtigen Entsäuern leisten die Ausscheidungsorgane Schwerstarbeit. Das wird am ehesten an der Haut sichtbar. Sie scheidet Säuren nicht nur beim Schwitzen aus, sondern arbeitet ständig an dem Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper mit. Sie nutzt die ausgeschiedenen Säuren, um ihren Säureschutzmantel aufzubauen und schützt den Körper so vor dem Eindringen von Bakterien, Viren oder Pilzen. Ist der Schweiß jedoch zu sauer, weil der Körper zu viele Säuren ausscheidet, kommt es zu starkem unangenehmem Hautgeruch. Außerdem wird die Haut anfällig für Infektionen, wie z.B. Pickel, Furunkel, Hautpilz und Ekzeme. Auch während einer Entsäuerungskur wird dieser Hautgeruch deutlich stärker und zeigt an, dass Säuren auch über die Haut ausgeschieden werden. Später bekommt die Haut sogar einen sehr angenehmen eigenen Geruch.

Gut für die Haut

  • Basische Vollbäder. Ein Bad mit basischem PH-Wert, kann den gesamten Körper von Schlacken befreien und dafür sorgen, den Säureschutzmantel der Haut wieder aufzubauen.
  • Abreibungen und Bürstenmassagen, die Sie ganz einfach selbst vornehmen können, unterstützen die Ausscheidung der Säuren über die Haut.
  • Massagen mit naturbelassenen Ölen
  • Warm-kalte Wechselduschen

 

1 Kommentar

  1. Gute, richtige Instruierung für naturbewusste Patienten.

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