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Eine Pille fürs Gedächtnis? Erdbeeren gegen Alzheimer?

10 Jan, 2014 Aus der Forschung
Eine Pille fürs Gedächtnis? Erdbeeren gegen Alzheimer?

Was früher ein Apfel war, sind heute eine Handvoll Erdbeeren – Flavonoide aus der Erdbeere halten nicht nur Ihren Hausarzt fern, sondern auch alle anderen Ärzte, vor allem den Neurologen (Alzheimer und Gedächtnisschwäche), den Endokrinologen (Diabetes) und den Onkologen (Krebs). So schreibt das amerikanische Wissenschaftsmagazin www.Siencedayily.com.

Das Magazin bezieht sich auf Forschungen des „Salk Institut for Cellular Neurobiologie Laboratory“ (CNL), das bereits im Sommer 2011 die bahnbrechenden Ergebnisse zu dem bisher noch relativ unbekannten Flavonoid aus Erdbeeren, dem „Fisetin“ veröffentlicht hat. Fisetin lässt einen Hoffnungsschimmer über den Sorgenhimmel des Themas „Alzheimer“ und „Demenz“ scheinen. Denn viele Menschen, die Alzheimer in der Familie haben oder bereits an leichten Formen von Alzheimer erkrankt sind, wünschen sich nichts sehnlicher als die Aussicht auf Heilung. Die jetzigen Ergebnisse lassen bereits die Hoffnung zu, dass Fisetin, der wunderbare Erdbeer-Vitalstoff,  zumindest den Fortschritt von jeglichen Formen von Gehirnzerfall zu stoppen vermag – und sogar bereits viel früher eingesetzt, die Auswirkungen von Stress lindert und zu einem guten Gedächtnis verhilft.

Ebenso spektakulär fällt das Ergebnis aus bei der Behandlung von Diabetikern. So kann das Molekül Fisetin die Niere, das Gehirn und die sensiblen Nerven offensichtlich vor der Zerstörung durch den überhöhten Zucker im Blut bewahren – und wäre so geeignet, die häufigsten und schwerwiegendsten Komplikationen bei Diabetes zu verhüten. Es könnte endlich Schluss machen mit den Nebenwirkungen des Diabetes, die zu Nierenversagen (Dialyse), zu Blindheit, zu Arteriosklerose (Diabetischer Fuß) und zu extrem belastenden Neuropathien (kein Schmerzempfinden mehr) führen.

Die Untersuchungen basieren alle auf Zellen, die unter Laborbedingungen gezüchtet wurden oder auf Versuchen mit Mäusen, in denen gezeigt werden konnte, dass Fisetin das Überleben von Neuronen fördert, das Gedächtnis von Mäusen deutlich verbessert.

Dass diese Forschungen allerdings leider auf der Ebene von Tierversuchen stehen bleiben und nicht am Menschen wissenschaftlich erprobt werden, ist allerdings, so die Wissenschaftler, ein äußerst bedauernswerter Zustand. Wissenschaftlich anerkannte klinische Studien zu der Wirksamkeit von Fisetin werden solange nicht durchgeführt, solange es keinen wirtschaftlichen Nutzen für das untersuchende Pharmaunternehmen bringen kann. Da aber ein natürlicher Stoff wie Fisetin unter Patentverbot steht, kann aus Fisetin kein geschütztes pharmazeutisches Produkt entstehen, das dem Unternehmen hohe Gewinne versprechen würde.

So gelangt dieses wahrscheinlich nebenwirkungsarme und hochwirksame Flavonoid Fisetin leider trotzt ernst zu nehmender Hypothesen nicht an die Menschen, die damit ihr Leiden deutlich lindern könnten. Ärzte müssen sich an Regelverordnungen halten und müssen daher weiter die  chemische Arzneimittel verordnen, die mit manchmal zweifelhaften Studienergebnissen auf den Markt gebracht werden.  Sie können nicht ohne weiteres einen Diabetiker mit Fisetin versorgen oder einem Alzheimerkranken Fisetin verordnen. Selbst Empfehlungen dürfen von Ärzten genaugenommen nicht geben, wenn sie nicht durch klinische Studien abgesichert sind.  Ganz zu schweigen davon, dass auch den meisten Ärzten an die vielen interessanten Informationen gar nicht gelangen, wenn sie sich nicht ganz persönlich dafür interessieren und eigene Recherchen unternehmen.

So bleibt es häufig einem Zufall überlassen, dass die wirklich interessanten Gesundheits-Informationen an die Ärzte und die betreffenden Menschen gelangen. Schade auch, dass damit viele Menschen auf sich alleine gestellt bleiben und für alternative Behandlungen kaum Unterstützung bei ihrem Arzt finden können.  Auch die öffentlichen Informationen über interessante Naturprodukte wie dem Fisetin und anderen werden durch die neuen EU-Richtlinien äußerst restriktiv behandelt. So dürfen über angebotene Nahrungsergänzungsmittel mit dem entsprechenden Naturstoff keine detaillierten Aussagen getroffen werden.

Den folgenden Eigenschaften von Fisetin für den Schutz der Gesundheit liegen ernst zu nehmende wissenschaftliche Hypothesen zugrunde:

  • Fisetin schützt das Gehirn vor Stress
  • Fisetin zeigt potente Anti-Krebs-Eigenschaften
  • Fisetin hebt die Stimmung und fördert ein gutes Gedächtnis
  • Fisetin für den Schutz der Nervenzellen im Gehirn und im Körper
  • Fisetin vermindert Entzündungen, die mit Asthma in Verbindung stehen
  • Fisetin vermindert gefährliche Zuckerendprodukte (AGE) bei Diabetes und verhindert typische Diabetes-Komplikationen
  • Fisetin schützt vor Parkinson aufgrund seiner neuroprotektiven Wirkung

Übrigens kommt der Vitalstoff Fisetin auch noch in weiteren Nahrungsmitteln vor: So erhalten die Farbstoffe in Erdbeeren, Trauben, Weintrauben, Tomaten, Zwiebeln, Kiwis, Äpfel und Orangen ebenfalls den Gedächtnisbooster Fisetin. Jedoch ist eine regelmäßige ausreichende Aufnahme von Fisetin nötig, um einen guten Blutspiegel aufrecht zu erhalten.

6 Kommentare

  1. Gibt es Fisetin auch in der Apotheke? Helmut Göhler E-mail: helgoehler@googlemail.com

    • Sehr geehrter Herr Göhler,

      Deine Nahrung sei dein Heilmittel – Fisetin ist ein „Lebensmittel“ und gehört deshalb nicht in die Apotheke! Es ist der Powerstoff der u.a. besonders in der Erdbeere und in manchen anderen Früchten vorkommt. Er ist es, der die Erdbeere so wertvoll macht – nur dass er in einer Kapsel konzentrierter genossen werden kann. Denn sonst müssten Sie 5 kg Erdbeeren essen, um genug Fisetin zu erhalten – und das würde Ihnen nicht so gut bekommen.

      Fisetin ist Nahrung, frei nach Hippokrates:

      „Eure Nahrung soll Euer Heilmittel sein.
      Eure Heilmittel sollen Eure Nahrung sein.“
      Hippokrates, 400 v. Chr.

  2. Hilft Fisetin auch bei einer Polyneuropathie unklarer Genese – kein Diabetes?

    (seit 1992) Ärzte sind da hilflos.

    Besten Dank

    W. Bülten

    • Guten Tag Herr Bülten,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen hierzu keine Auskunft geben können: Die Informationen auf bestlife-ratgeber-gesundheit.de dienen Ihrer Information und können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch einen Therapeuten ersetzen. Die Informationen und das Angebot dieser Webseite darf daher nicht für die Erstellung selbstständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Sie handeln in so einem Fall auf eigene Gefahr.

      Die Informationen können aber den Dialog zwischen Ihnen und Ihrem Arzt oder Heilpraktiker sinnvoll ergänzen und unterstützen. Seien Sie umsichtig bei Selbstmedikationen; besprechen Sie diese mit Ihrem Therapeuten oder Apotheker. Setzen Sie keine ärztlich verordneten Medikamente von sich aus ab. Holen Sie sich vorher therapeutischen Rat.

      Mit den besten Wünschen

      Marie

  3. Man sollte doch Fisetin auch für die MS Forschung gründlich untersuchen!? Oder wird das schon getan?

    Mit freundlichen Grüßen 

    andrea

    • Liebe Andrea,

      Fisetin gegen die „Entmyelisierung“ bei MS wurde durchaus bereits untersucht und positiv bewertet.  Ich habe in kurzer Recherche mehrere Studien gefunden. Ich zitiere hier eine Studie aus dem Jahre 2003, die zu dem Schluss kommt, dass die Flavonoide, das sind Mikronährstoffe aus Fisetin, „wahrscheinlich!“ die Demyelination aufhalten können. Biochem Pharmacol. 2003 Mar 1;65(5):877-85. pubmed/12628496.

      Leider ist die wissenschaftliche Welt allerdings offensichtlich nicht wirklich daran interessiert, natürliche Wirkstoffe gegen die Krankheit zu fördern. Dies können Sie leider schon am eigenen Leib erleben, da von ärztlicher Seite lediglich Medikamente verordnen werden und die Kassen natürlichen Wirkstoffe nicht bezahlen, selbst wenn diese wissenschaftlich untersucht und bestätigt wurden. 

      Der Nachteil: Sie müssen für Ihre Gesundheit leider immer selbst sorgen und Verantwortung tragen. Der Vorteil: Die natürlichen Mittel sind immer preiswerter als Medikamente und in der Regel ohne schädliche Nebenwirkungen. Daher finde ich, es lohnt sich!

      Mit freundlichen Grüßen,

      Marie

       

       

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