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Die Gesundheitsfalle Fast Food & Convenience Produkte

26 Mrz, 2014 Wissen und Trends
Die Gesundheitsfalle Fast Food & Convenience Produkte

Wie und wo Hersteller den „Lust-auf-mehr-Geschmacksverstärker-Zucker“ verstecken …

Belegte Brötchen, Pizza und Döner. Leider sind diese Lebensmittel nicht förderlich für unsere Gesundheit – das weiß inzwischen jedes Kind. Und so isst unser schlechtes Gewissen immer mit, wenn wir wieder mal den Hamburger gegen das Kochen zu Hause austauschen.

Doch oft fehlt das richtige Wissen, was Fast Food eigentlich so schlecht macht!

Fast Food ist in der Regel reich an Natrium, Zucker und gesättigten Fetten. Es enthält kaum komplexe Kohlenhydrate, sondern stattdessen weißes  Mehl, das eigentlich völlig geschmacklos ist und durch Zutaten, die nicht einmal deklariert werden müssen, aufgepeppt wird. Zahlreiche Zusatz- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärker werden verwendet, um einen guten Geschmack vorzutäuschen. Dazu gehören große Mengen Zucker, die als billige Geschmacksverstärker im Brot, Fleisch und Saucen vorhanden sind und einen hohen Suchtfaktor auslösen.

Getäuschte Verbraucher

Immer wieder wird darüber diskutiert, dass die Inhaltsstoffe transparenter werden müssen. Das schafft Vertrauen, wo kein Vertrauen gerechtfertigt ist. Denn immer noch muss z.B. auf Lebensmitteln nicht draufstehen, wie viel Zucker sie enthalten. Für „Nährwertangaben“ (das sind Zucker, Fett und Eiweiß) gibt es immer noch keine Kennzeichnungsvorschrift, es sei denn, auf der Verpackung wird der Nährwert ausgelobt, als z. B. „zuckerreduziert“. Doch was sich hinter dieser Aussage verbirgt kann kein Verbraucher wirklich in einen realen Wert umrechnen. Denn hier verbirgt sich lediglich eine Reduzierung des Zuckeranteils um wenigstens 30 Prozent gegenüber vergleichbaren Produkten. Ein entsprechendes Gesetz (EU-Verordnung Nr. 1169/2011) wird erst Ende 2016 wirksam. „Dann muss auf jedem Produkt der genaue Zuckergehalt angegeben werden“.

Zucker, wo er nicht vermutet wird

Untersuchungen von unabhängigen Instituten kommen alle zu den gleichen Ergebnissen. In vielen Fertigprodukten steckt mehr Zucker als erwartet: Zuckerangaben auf Verpackungen können täuschen oder fehlen ganz. Das ist tückisch, denn den meisten Zucker nehmen wir über fertige Lebensmittel zu uns. Er steckt nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in Suppen, Feinkostsalaten oder Tee. Selbst Essig kann größere Mengen Zucker enthalten.

Regulierung der Lebensmittelindustrie schützt vor Täuschung nicht

Zucker, Chemikalien und künstliche Inhaltsstoffe werden verwendet, um uns förmlich süchtig zu machen. Je mehr Regulierungen von der europäischen Union eingeführt werden – Regulierungen, die festlegen, wie gebogen eine Banane sein darf, welche Sorte Kartoffeln angebaut werden dürfen und was auf den Etiketten stehen muss – umso mehr Tricks und Täuschungen sind auf dem Markt zu beobachten.

Vertuschter Zucker

Gerade wenn es um Zucker geht, finden Hersteller tausende Tricks, um die reale Zuckerbilanz im Produkt zu vertuschen. Sie setzen mehrere Zuckerarten ein und mischen verschiedene und versteckte Süßmacher dazu wie Glukosesirup, Maltodextrin oder Fruktosesirup. Solche Zuckerarten müssen laut Gesetz nur teilweise in den Angaben enthalten sein. Erkennbar ist der höhere Zuckergehalt in vielen Fällen nur an den Kohlenhydratangaben in den Nährwertangaben. Neben Zucker fanden die Verbraucherzentralen bei einem Marktcheck in unterschiedlichen Lebensmitteln 70 weitere Süßmacher.

Inhaltsstoffe – Zutaten

Wer weiß denn schon, dass es einen Unterschied zwischen „Inhaltsstoffen“ und „Zutaten“ gibt.  Die Inhaltsstoffe, in denen Mengenangaben aufgeführt sind, beziehen sich lediglich auf die Haupt-Inhaltsstoffe. Für die Gesamtheit der Stoffe, die als „Zusatzstoffe“ eingesetzt werden, ist die  Zutatenliste zuständig. Hier müssen jedoch keine Mengenangaben aufgeführt werden, sie müssen lediglich nach Menge sortiert sein.  So kann man kaum entscheiden, wieviel Zucker wirklich in einem Produkt ist.

Rechnen ist angesagt!

Viele Inhaltsstoff-Angaben beziehen sich außerdem auf Portionsgrößen und werden zusätzlich auf eine Einheitsgröße hochgerechnet. Kaum einer wird nachrechnen, ob die angegebene Portionsgröße wirklich seinem eigenen Bedarf entspricht. Und schon steht die nächste Falle vor der Tür. Die angegebene Zuckermenge und alle enthaltenen Zutaten werden real viel höher ausfallen, als in den Inhaltsstoffen angegeben.

Herzhaft – und trotzdem Zucker, Zucker, Zucker

Chips, Dips, die Wurst aus der Wursttheke, sogar Essiggurken – überall ist die süße Würze drin. Denn Zucker ist wie Fett ein Geschmacksträger und wird häufig zur Geschmacksabrundung verwendet. Salzig, pikant oder sauer – ganz egal, auch in diesen Geschmackrichtungen sorgt Zucker für einen „Lust-auf-mehr-Geschmack“.

Auf diese Weise nehmen wir häufig hohe Mengen an Zucker auf, ohne es zu vermuten!

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