rss

Hausstauballergie – So lassen sich Allergene in Bettwäsche und Matratze eindämmen

23 Okt, 2012 Gesundheitstipps
Hausstauballergie – So lassen sich Allergene in Bettwäsche und Matratze eindämmen

Ein juckender Rachen, heftige Niesanfälle und gerötete Augen: Laut aktuellen Statistiken kämpfen in Deutschland rund vier Millionen Menschen Nacht für Nacht mit diesen Symptomen. Verantwortlich für diese allergischen Reaktionen sind keine Blütenpollen, sondern die gemeine Hausstaubmilbe, die sich bevorzugt in Matratzen und im Bettzeug aufhält. Doch für Hausstauballergiker gibt es wirkungsvolle Gegenmittel.

Es ist wirklich keine schöne Vorstellung, aber jede Nacht teilen wir erwiesenermaßen mit Millionen von Hausstaubmilben das Bett. Dort finden die kleinen Spinnentierchen optimale Lebensbedingungen vor:  Wärme, Dunkelheit und ein reiches Nahrungsangebot. Hausstaubmilben ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen, wovon ein Mensch durchschnittlich rund eineinhalb Gramm pro Tag verliert, den Großteil davon nachts im Bett. Für Hausstauballergiker sind jedoch nicht die Milben das eigentliche Problem, sondern Ihr Kot. Dieser wird von den Betroffenen in der Nacht eingeatmet und verursacht die bereits beschriebenen allergischen Reaktionen.

Milbendichte Bett- und Matratzenbezüge schaffen Abhilfe

Leider lassen sich die Milben nicht vollständig aus der Matratze und der Bettwäsche vertreiben, aber ihr dortiges Vorkommen kann mit einigen Maßnahmen gezielt eingedämmt werden. Den wichtigsten Schutz bilden in diesem Zusammenhang milbendichte Bezüge für die Matratze und das Bettzeug. Bei diesen sogenannten Encasings handelt es sich um Schutzüberzüge, die über das Kopfkissen, die Bettdecke und die Matratze gezogen werden. Sie sind so feinmaschig gewebt, dass der Kot der Hausstaubmilbe größtenteils unter dem Schutzbezug verbleibt und somit nicht von den Betroffenen eingeatmet werden kann. Zudem verhindern die Bezüge, dass abgestorbene Hautschuppen nicht in Matratze und Bettbezüge eindringen können, wodurch nach und nach die wichtigste Nahrungsquelle der Milben versiegt.

Neben einem hohen Partikelrückhaltevermögen sollte beim Kauf milbendichter Bezüge vor allem auf Angaben wie „atmungsaktiv“ und „luftdurchlässig“ geachtet werden, um eine ausreichende Luftzirkulation im Bett zu gewährleisten und nächtliches Schwitzen zu vermeiden. Weiterhin sollte die Bettwäsche nach Möglichkeit mit einem Reisverschluss ausgestattet sein: Dieser erleichtert nicht nur das Beziehen, sondern verhindert auch effektiv, dass Allergene nach draußen gelangen können. 

Antiallergene Bett- und Matratzenüberzüge finden Sie hier.

Weitere allgemeine Maßnahmen, mit denen die Allergenbelastung gesenkt werden kann

Neben der Verwendung von allergendichten Bettbezügen kann die Allergenbelastung zuhause auch durch folgende Maßnahmen gering gehalten werden:    

  • Das Bettzeug sollte regelmäßig gewaschen (alle zwei Wochen) und die Matratze einmal jährlich gereinigt werden.
  • Glatte Böden sollten mindestens alle zwei Tage gewischt werden.
  • Regelmäßiges Stoßlüften reduziert die Luftfeuchtigkeit von Innenräumen – Milben bevorzugen dagegen ein warmes und feuchtes Klima.
  • „Staubfänger“ (offene Bücherregale, viele Kissen und Stofftiere ) in der Wohnung vermeiden.
  • Ledermöbel statt Polstermöbel  verwenden.
  • Teppiche und Polstermöbel alle sechs Monate mit sogenannten Akariziden (Stoffe zur Bekämpfung von Milben und Zecken) reinigen.
  • Nicht waschbare Gegenstände (z.B. Kuscheltiere) für 24 Stunden in die Kühltruhe legen.

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht!

Diese Webseite nutzt Cookies zur Optimierung von Werbeeinblendungen und zur anonymen Analyse der Webseitenbenutzung.