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Tipps und Hilfe bei Magenbeschwerden und Sodbrennen

24 Jul, 2013 Gesundheitstipps
Tipps und Hilfe bei Magenbeschwerden und Sodbrennen

Wenn der Sommer auf den Magen schlägt

Die Sonne lacht und die warmen Temperaturen locken uns nach draußen. Sommer ist die Zeit der Grillfeiern, Wein- und Volksfeste. Wir essen Eis, feiern, grillen und trinken das ein oder andere Glas Bier oder Wein. Die Mischung aus langen Nächten, fettigem Essen, übermäßigem Alkoholgenuss kann jedoch auf den Magen schlagen. Die Folgen sind Völlegefühl, schmerzhafte Blähungen und Sodbrennen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Magenbeschwerden behandeln und vorbeugen.

Auslöser von Magenbeschwerden im Sommer

Im Sommer verlagert sich die Hauptmahlzeit meistens in die Abendstunden. Viele Menschen haben an heißen Tagen tagsüber keinen Hunger und essen dafür abends größere Portionen. Wer das nicht gewöhnt ist, wird nachts von Völlegefühl und zum Teil Magenschmerzen geplagt. Der Grund ist: Der Körper hat nicht genug Zeit zum Verdauen, bevor man ins Bett geht. Es empfiehlt sich, 3 bis 4 Stunden vor dem Schlafen nichts mehr zu essen.

An einem lauen Sommerabend sitzt man aber gerne länger beisammen, isst und trinkt dabei auch gerne ein bisschen zu viel. Dazu kommt, dass man bei Grillfeiern und Weinfesten Speisen und Getränke genießt, die ohnehin den Magen reizen:

  • Weißwein enthält sehr viel Säure, welche den Magen reizt und damit Magenschmerzen und Sodbrennen verursachen kann.
  • Bratwürste, eingelegtes Fleisch und Marinaden sind schwer verdaulich.
  • Kaltes wie Eis und kohlesäurehaltige Getränke wie Cola oder Limo belasten den Magen.
  • Frisch aufgebackenes Weißbrot sowie Zwiebeln, Gurke und Rettich verursachen Blähungen.
  • Fertige Grillsaucen sind meist wahre Fettfallen und enthalten außerdem oft Geschmacksverstärker.

Der Magen reagiert auf diese Nahrungsmittel, indem er mehr Magensäure produziert, um die schwer verdauliche Nahrung aufzuspalten. Insbesondere fettige und kalte Speisen sowie scharfe Gewürze sind dafür verantwortlich, dass der Magen mehr Magensäure produziert. Diese kann schließlich sogar bis in die Speiseröhre aufsteigen und damit zu Sodbrennen führen.

Magenbeschwerden vorbeugen

Eine gesunde Lebensweise ist die beste Möglichkeit, Magenbeschwerden vorzubeugen. Auf einer Grillfeier oder einem Weinfest sollte man bei leichteren Speisen zugreifen wie:

  • Geflügel (Jedoch sollte man bei Hähnchenschenkeln und Chicken Wings auf die fettige Haut verzichten.)
  • Fisch
  • Salate mit Essig-Öl-Dressing
  • Mischbrot
  • Selbstgemachte Dips auf Basis von Joghurt oder Tomaten.

Generell sollte man auf eine ausgewogene Ernährung und auf mäßigen Koffein-  und Alkoholkonsum achten. Kleine Mahlzeiten und eiweißreiche Speisen sind verträglicher für den Magen. Auch der Verzicht auf Nikotin spielt eine wichtige Rolle, will man Magenbeschwerden, insbesondere Sodbrennen, vorbeugen. Nikotin schwächt den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, so dass die Magensäure leichter aufsteigen und die Schleimhaut in der Speiseröhre reizen kann.

Da jeder Mensch individuell auf Nahrungsmittel und Essgewohnheiten reagiert, sollte man austesten, welche Speisen und Getränke man gut und welche man schlecht verträgt. Hierbei kann auch ein Ernährungstagebuch helfen. In dieses trägt man ein, was man über den Tag verteilt gegessen hat und protokolliert, wann man Magenbeschwerden hatte.

Schnelle Hilfe bei Magenbeschwerden

Bei akuten Magenbeschwerden helfen pflanzliche Heilmittel (zum Beispiel Enzianwurzel, Benediktenkraut, Tausendgüldenkraut, Angelikawurzel oder Chinarinde) und Medikamente. Wenn das Essen schwer im Magen liegt, tun auch eine Wärmflasche oder warme Umschläge gut. Ein bewährtes Hausmittel bei Magenschmerzen sind Anissamen oder Fenchelsamen, die man über Nacht in einem Glas Wasser einlegt und dieses am nächsten Morgen trinkt. Alternativ kann man auch Zitronensaft mit warmen Wasser und einem halben Teelöffel Backpulver mischen und trinken. Viel trinken ist bei Magenbeschwerden ohnehin wichtig. Am besten stilles Mineralwasser oder lauwarme Kräutertees.

Magenbeschwerden sind nicht nur unangenehm. Sie können auch Folge-Erkrankungen verursachen, weshalb man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.  Vor allem Sodbrennen sollte man behandeln. Die aufsteigende Magensäure schädigt die Schleimhaut in der Speiseröhre, weil sie im Gegensatz zum Magen nicht durch eine dicke, Schleimschicht geschützt ist. Durch die hervorgerufenen Entzündungen kann es zu Narbenbildung und Geschwüren kommen, im schlimmsten Fall entsteht dadurch Speiseröhrenkrebs.

Für die Behandlung von Sodbrennen gibt es verschiedene Medikamente. So genannte Antazida neutralisieren die Magensäure. Bei häufigem Sodbrennen sind Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol zu empfehlen, welches es zum Beispiel vom Arzneimittelhersteller Hexal gibt. Omeprazol wirkt direkt auf die Protonenpumpe und hemmt die Magensäure-Produktion. Dadurch bleibt der Säuregehalt im Magen niedrig und die Speiseröhre kann ausheilen.

Alles in Maßen

Natürlich muss man nicht auf alle sommerlichen Genüsse verzichten. Wichtig ist es, alles in Maßen zu genießen. Das trifft vor allem auf fettiges Essen sowie Alkohol, Koffein und Nikotin zu. Zusätzlich sollte man herauszufinden, welche Lebensmittel im konkreten Fall für die Magenbeschwerden verantwortlich sind. Diese kann man dann gezielt vermeiden und die Sommerfreuden unbeschwert genießen.

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