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Schmerz ignorieren lässt Schmerz schneller vergehen

8 Nov, 2011 Aus der Forschung
Schmerz ignorieren lässt Schmerz schneller vergehen

Neueste Studie über Schmerz zeigt: Das Reden über Schmerzen kann bereits zum Empfinden eines Schmerzes führen.

Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen – wer unter Schmerzen leidet kann oft nicht mehr viel anderes denken. Die Schmerzen zehren oft alle anderen Gedanken auf. Liebe Menschen und Angehörige erkundigen sich häufig nach dem Befinden. Einem Schmerzpatient fällt häufig kaum eine andere Antwort ein als, über den Zustand der Schmerzen zu berichten. Die Umgebung hat größtes Verständnis.

Wir sollten jedoch besser nicht über unsere Schmerzen sprechen, so zeigt eine Studie an der Universitätsklinik in Jena jetzt auf.

Der Grund ist eigentlich logisch und hat einen biologischen Sinn. Auch wenn wir Schmerzen als ein unangenehmes Erlebnis wahrnehmen und ihn als störend empfinden, ist er doch nichts anderes als ein wichtiges Warnsignal. Er warnt uns, wenn im Körper etwas nicht stimmt und schützt uns davor, in gefährliche Situationen zu geraten, die wir aufgrund unserer Erfahrung meiden sollten.

Die Studie der Universitätsklinik Jena konnte jetzt zeigen, dass bereits Worte und das darüber Reden zu einer Aktivierung unseres Schmerzgedächtnisses führt. Worte sind „verbale Reize“, die eine entsprechende Region im Gehirn aktivieren“, so der Psychologe Prof. Dr. Thomas Weiß von der Universitätsklinik Jena. So bereitet man sich innerlich auf den Schmerz vor, bevor dieser eigentlich eintritt.

Jede Mutter hat in der Erziehung eines Kindes diese Erfahrung bereits gemacht. Sie benutzt allein das Wort „heiß“, um das Kind vor einer Gefahr zu warnen. Das Kind scheint die erste Erfahrung vielleicht mit einer heißen Tasse auf dem Kaffeetisch oder einem zu heißen Brei schnell in eine andere gefährlichere Situation übertragen zu können. So lernt es bereits früh eine heiße Herdplatte nicht anzufassen, auch ohne selbst die Erfahrung gemacht zu haben.

Was in der Erziehung eines Kindes einen sehr positiven Lerneffekt haben kann, kann jedoch im Umgang mit chronischem Schmerz eher kontraproduktiv sein. Ist das Schmerzgedächtnis bereits durch das Vorhandensein eines körperlichen Schadens aktiviert, kann das darüber Reden dazu führen, dass dadurch immer wieder ein neuer „Schmerzreiz“ gesetzt und das Schmerzgedächtnis immer wieder von neuem aktiviert wird.

Daher gibt die Studie einen einfachen aber wirksamen Hinweis: „Es können jedenfalls nichts schaden, nicht zu häufig über Schmerzen zu reden. Dann ist vielleicht auch die nächste Spritze nicht mehr so schmerzhaft.“ (Zitiert aus: „Worte fügen Schmerzen zu“, Informationsdienst Wissenschaft vom 26.03.2010)

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