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Wege aus dem Stress – Die besten Tipps für mehr Ruhe und Entspannung

24 Jan, 2013 Gesundheitstipps
Wege aus dem Stress – Die besten Tipps für mehr Ruhe und Entspannung

Permanente Zeitnot, wachsende Anforderungen im Privat- und Berufsleben und ständiger Leistungsdruck bestimmen einen Großteil unseres Alltags. Der daraus resultierende Stress kann nicht nur unser allgemeines Wohlbefinden empfindlich stören, sondern auf Dauer sogar zu psychischen und organischen Erkrankungen führen. Lesen Sie hier, wie Sie Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht bringen und welche Verfahren Ihnen wieder zu mehr Ruhe und Gelassenheit verhelfen.

Stress ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers und galt besonders zu Zeiten unserer Vorfahren als überlebenswichtig: Im Falle einer Gefahrensituation produziert unser Organismus Stresshormone wie Dopamin, Cortisol und Adrenalin. Durch diese werden im Körper zusätzliche Energiereserven freigesetzt, die unsere Überlebenschancen im Falle einer bevorstehenden Flucht oder eines drohenden Kampfes deutlich erhöhen. Allerdings müssen wir heutzutage nicht mehr vor Raubtieren flüchten oder uns unsere Nahrung über die tägliche Jagd sichern. Stattdessen ärgern wir uns mit Arbeitskollegen herum, stehen täglich im Berufsverkehr im Stau und versuchen Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Anders als noch bei unseren Vorfahren bleibt dagegen bei uns zumeist die körperliche Bewegung aus, welche im Normalfall dafür sorgt, dass die produzierten Stresshormone im Körper wieder abgebaut werden. Das belastet gleichermaßen unseren Organismus und unsere Psyche: Der Blutdruck steigt, der Stoffwechsel und die Verdauung geraten durcheinander, der Kopf dröhnt, der Rücken ist verspannt und Schlafstörungen stellen sich ein.

So lassen Sie Stress im Alltag gar nicht erst aufkommen:

Abschalten und entspannen ist wichtig

Um dem Alltag und all seinen Widrigkeiten gewachsen zu sein, ist es besonders wichtig eine harmonische Balance zwischen Aktivität und Entspannung zu finden. Schon eine kleine Auszeit von wenigen Minuten Dauer kann aktuell vorherrschende Spannungszustände und sogar chronische Verspannungen lösen. Das kurze Innehalten und Verschnaufen beseitigt zwar nicht die eigentliche Stressursache, es trägt aber dazu bei, einfach einmal abzuschalten. Im Folgenden erfahren Sie mehr über unterschiedliche Entspannungstechniken, wie etwa Yoga oder progressive Muskelentspannung und zu verschiedenen Trainingsmethoden, mit deren Hilfe Sie gezielt Stress abbauen können.

Ausdauertraining

Durch das regelmäßige Praktizieren von Ausdauersportarten (z.B. Radfahren, Joggen oder Schwimmen) können im Körper Stresshormone Adrenalin und Kortisol auf besonders effektive Weise abgebaut werden. Dabei eignet sich regelmäßiges Ausdauertraining am besten für Menschen, die im Beruf überwiegend geistig gefordert sind, also beispielsweise Bürotätigkeiten nachgehen. Wer den lieben langen Tag am Schreibtisch sitzt und unter innerer Unruhe, Zerschlagenheit und Bewegungsdrang leidet, kann durch Ausdauersport besonders gut wieder sein seelisches und körperliches Gleichgewicht zurückgewinnen. Menschen, die länger keinen Sport mehr betrieben haben, älter als 35 Jahre sind oder an chronischen Krankheiten leiden, sollten vorher mit ihrem Arzt abklären, welche Sportarten für Sie am besten geeignet sind.

Atemtherapie

Im Zuge der Atemtherapie wird die Fähigkeit erlernt, die Wahrnehmung des eigenen Atemvorgangs und die Signale des Körpers zu verbessern. Ziel ist es hierbei, alle übrigen Sinneserfahrungen nach und nach auszublenden und über diesen Weg den eigenen Körper zu entspannen. Beim Praktizieren der Übungen kann so der Blutdruck gesenkt, der Pulsschlag verlangsamt und die Spannung der Skelettmuskulatur reduziert werden. Neben dem Abbau von Stress kann die Atemtherapie auch bei der Behandlung von Asthma, chronischer Bronchitis und bei Depressionen zum Einsatz kommen.

Mentales Training

Meditationstechniken und autogenes Training sind besonders empfehlenswert für alle, die sich innerlich sammeln und bildlich leicht etwas vorstellen können. Das autogene Training, welches ursprünglich als „konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnet wurde, gilt als leichte Form der Selbstentspannung. Mithilfe unterschiedlicher Techniken versetzen Sie sich in einen hypnoseartigen Zustand, welcher durch eine Rücknahme-Übung anschließend wieder aufgehoben wird. Während des autogenen Trainings werden dem Bewusstsein bestimmte Botschaften mitgeteilt, die im Optimalfall zu einer gesteigerten Konzentration und einem zu lang anhaltenden Entspannungszustand führen. Auf diese Weise kann der zuvor pausenlos auf Aktivität gepolte Körper, auf Erholung umgeschaltet werden.

Neben dem autogenen Training gilt auch die Meditation als probates Mittel, um sich gegen Stress zu wappnen. Durch den Prozess der Meditation erlernen Sie, sich auf effektive Weise zu entspannen – und zwar nicht nur während des Meditierens, sondern auch während alltäglicher Stresssituationen.

Progressive Muskelentspannung

Weiterhin stellt auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen eine weitere gute Möglichkeit zur Reduzierung von Stress dar: Bei dieser Methode wird eine Körperregion nach der anderen (ausgehend von den Händen über den Kopf bis hin zu den Füßen) bewusst angespannt und anschließend wieder entspannt. Da die Technik der progressiven Muskelentspannung in Bezug auf ihre Umsetzung keines großen Aufwandes bedarf, ist sie besonders gut für Menschen geeignet, die nur wenig Zeit erübrigen können: Wer diese Entspannungsmethode beherrscht, kann sie nahezu immer und überall anwenden, wie etwa am Arbeitsplatz, im Wartezimmer oder in der U-Bahn.

Fernöstliche Trainingsmethoden

Fernöstliche Trainingsformen, wie etwa Yoga, Tai-Chi oder Qigong verfolgen generell das Ziel, anhand sanfter körperlicher Übungen zum Stressabbau beizutragen. Beim Stichwort Yoga denken viele automatisch an schmerzhafte Gymnastik-Übungen oder akrobatisch anmutende Verrenkungen. Jedoch verfolgt die Lehre aus Indien das Ziel, Stress abzubauen, Entspannung zu finden und Kraft zu tanken, sprich einen Zustand der inneren und äußeren Balance zu finden.

Tai-Chi besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Stile und Übungen und zählt zu den sogenannten inneren Kampfkünsten aus China. Bei dieser fernöstlichen Trainingsmethode bleibt jeder Körperteil permanent in Bewegung, baut auf sanfte Weise Spannung auf und löst diese wieder. Ziel des Tai-Chi ist es dabei, die eigene Lebensenergie zu stärken und die eigene Sinneswahrnehmung zu schärfen.

Die zirka 3000 Jahre alte chinesische Übungsform Qigong bedeutet übersetzt so viel wie „Energie üben“. Die Therapiemethode ist für nahezu jede Altersgruppe geeignet und kann auch ohne sportliche Begabung oder ohne ein besonderes Maß an Beweglichkeit praktiziert werden. Die für das Qigong typischen, fließende Bewegungen und die ruhige Atmung können schon nach kurzem, regelmäßigem Üben dabei helfen, sich ausgeglichener und vitaler zu fühlen.

Die Seele baumeln lassen

Neben den bereits genannten Methoden zur Stressreduktion, bietet auch der Alltag zahlreiche Möglichkeiten Entspannung zu finden: Entspannungsbäder, ein Einkaufsbummel, Spaziergänge oder einfaches Nichtstun schafft wertvolle Momente der Erholung und des Abschaltens.

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